Brixen- Vilnösstal-Broglessattel-Raschötz-Klausen

Ahoi liebe MTB-Fans,

Nach ausdrücklichem Wunsch unseres Lieblingsmitbiker mit dem Codenamen F.L.O. ging es in die Dolomiten, um König Laurin und Konsorten einen Besuch abzustatten.

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 6 Stunden
Länge: ca 48 km
Höhenmeter: 2100

Download: GPX

Nach Villnöß

So trafen wir uns – schon in freudiger Erwartung zwecks der zu erwarteten Anblicke der Könige der Berge – in Brixen um nach Albeins (ist wirklich der Namen eines Ortes, nicht zu verwechseln mit der Uhrzeit) zu rollen.

Vorbei an der Kirche ging des alsbald durch die Apfelmonokulturen und deshalb in guter alter Tradition in diesen Gebieten steil bergauf. Auch in Albeins wird die Beregnung der Bäume getreu der alten Bauernregel „Willst du Äpfel viel viel mehr, dann gieße ordentlich den Teer“ durchgeführt, sodass wir Radfahrer uns einer ausgiebigen, erfrischender Dusche erfreuen durften.

So wuchteten wir uns auf der Asphaltstraße in die Höhe, um das Dorfzentrum in Teis zu erreichen. Daraufhin passierten wir die Kirche und suchten uns dann den steilsten Weg aus, um unsere Tour fortzusetzen. Zum Glück sind zwei Betonspuren auf der Fahrbahn eingegossen worden, sonst hätten wir wahrscheinlich unsere Carbonesel schultern müssen.

Jedoch wurde der Forstweg auf dem Obervormahlweg etwas flacher, sodass wir recht flott weiterfahren konnten, bis wir schließlich die Jochhöfe erreichten. Hier erfolgte die erste kurze Abfahrt dieser Tour. Zum einen erfreuten wir uns dem frischen Fahrwind und der Geschwindigkeit, andererseits trauerten wir insgeheim über die verlorene Höhe, würden dies aber in der Öffentlichkeit niemals zugeben.  So gelangten wir auf wenig befahrenen Straßen nach St. Jakob und St. Peter im Villnösstal.

Wir widerstanden dem Ruf des Peitler Kofels und bogen nicht zum Würzjoch ab, sondern setzen unsere Rundfahrt nach St. Magdalena fort. Hier machten wir eine kurze Kaffeepause und belustigten uns über das Drehkreuz, das den Zugang zum Ranui-Kirchleins beschränkt. Für lockere 4 Euro darf man hier ein Selfie mit dem Kirchlein und den Geislerspitzen im Hintergrund machen.

Nach Raschötz

Nun waren wir bereit für die Attacke auf den Broglessattel. Die folgenden 400 Höhenmeter bestanden aus einem teils recht steilen Traktorweg, der aufgrund des gutem Belages aber eine akzeptable Geschwindigkeit zulässt. Wir genossen die autofreie Ruhe, kamen aber bald zum Ende dieses Weges und erreichten Stufen, die steil nach oben in den Wald führten.

So schulterten wir unsere Räder und legten auf diese Art und Weise die nächsten ca. 300 Höhenmeter zurück.  Als wir am Broglesjoch ankamen, wurden wir für all unsere Mühen belohnt, in unserem Rücken bäumten sich die mächtigen Geislerspitzen hoch, vor uns bereitete sich eine saftige Wiese aus, an welcher sich Kühen und Touristen gleichermaßen erfreuten. Zu unser Linken bereite sich das Grödnertal und später die Seiser Alm aus, der Ausblick wird vom Langkofelmassiv dominiert.

Die Broglesalm war leider so überlaufen, dass wir unseren immensen Hunger unterdrücken mussten und sofort nach Raschötz weiter radelten. Bei der Raschötzhütte genossen wir die Aussicht und verschlangen die hoch verdienten Raschötznudeln (Vorsicht: hot, hot, hot).

Frisch gestärkt radelten wir in sanfter Steigung zur Heilig-Kreuz-Kapelle, wo wir unsere Räder parkten und ca. 100 Höhenmeter zum höchsten Punkt von Raschötz zurücklegten, welchen von einem beeindruckenden Kruzifix markiert wird, welcher den Ausblick in das Eissacktal mit dem Städtchen Klausen (klein aber fein) eröffnete.

Die Abfahrt nach Klausen

Nun folgten wir den Trail Richtung Gufidaun, welcher folgendermaßen charakterisiert werden kann:  

Die ersten 200 Höhenmeter verlief der Weg auf Steinplatten. Hie und da schafften wir zu fahren, jedoch viele Stellen konnten als S3 eingestuft werden. Doch wir waren fast alle mit einem Hardtail unterwegs. Ab dem Tschatterlin-Sattel folgten wir der Markierung mit der Nr. 7.

Nun war die Schwierigkeit des Trail wesentlich gnädiger. Sie überstieg bis zum Tal nie mehr die Stufe S1. Aber alles der Reihe nach. Zu Beginn diesen zweiten Abschnittes fuhren wir noch auf einer Forststraße bis wiederum die Markierung in den Wald zeigt.

Es wechselten sich nun steile mit weniger steile Passagen ab. Hie und du waren auch Pfifferlinge am Waldboden zu sehen. Kurz vor dem Gnollhof weitet sich der Weg zu einem breiteren Karrenweg aus. Dies blieb auch so bis wir die Ortschaft mit dem klingenden Namen Gufidaun erreichten.

Von hier war es bis zum Talboden und dann dem Bahnhof nicht mehr weit.

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