Über die Plattner Wiesen zum Sambock: Der Gipfel-Showdown auf dem Pfunderer Höhenweg

Servus Bergfreunde!

Wer die einsame, raue Schönheit der Pfunderer Berge liebt und gleichzeitig Lust auf ein echtes Gipfelfestival hat, für den haben wir heute ein absolutes Schmankerl parat. Oberhalb von Pfalzen im Pustertal versteckt sich eine Rundtour, die konditionell zwar knackig ist, dafür aber mit Panorama-Garantie und einer stolzen Ausbeute an Gipfelkreuzen belohnt. Das Geniale daran: Wir picken uns bei dieser Tour das absolute Filetstück der Schlussetappe des berühmten Pfunderer Höhenwegs heraus. Packt die Wanderstiefel ein, heute knackt das Höhenmeter-Konto die 1.300er-Marke!

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 6 Stunden
Länge: ca 16 km
Höhenmeter: ca. 1300

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Rundwanderung Pfalzen Pfunderer Höhenweg

Der Aufstieg: Rein in die Waden, rauf zur Platte Wir starten am Wanderparkplatz in Platten und folgen dem Weg anfangs noch gemütlich durch den schattigen Wald. Der Schatten tut auch gut, denn die Steigung lässt nicht lange auf sich warten. Nach den ersten schweifltreibenden Höhenmetern öffnet sich der Wald und wir stehen auf den wunderschönen, weiten Plattner Wiesen. Hier wartet auch schon das erste Highlight: Die Platte (2.175 m). Von hier aus hat man bereits einen genialen Tiefblick auf Pfalzen und hinein ins Pustertal. Doch das war erst das Warm-up, die echten Riesen warten noch auf uns.


Das Höhenweg-Finale: Gratwanderung im Kreuz-Marathon Ab der Platte lassen wir die sanften Wiesen hinter uns und es wird merklich alpiner. Wir steigen weiter auf und erreichen den markanten Grat. Ab hier befinden wir uns auf dem originalen Pfunderer Höhenweg. Und jetzt heiflt es: Augen auf und genieflen, denn es reiht sich tatsächlich ein Kreuz ans nächste! Über den steilen Ostrücken kraxeln wir hinauf zum Sambock (2.396 m), dessen mächtiges Gipfelkreuz schon von Weitem grüflt. Die Aussicht hier oben ist der Wahnsinn: Im Süden thronen die Zacken der Dolomiten, im Norden blitzen die eisigen Riesen des Zillertaler Hauptkamms. Weiter geht es auf dem welligen, ausgesetzten Kamm über das Windeck, die Plattner Spitze (2.435 m) und die Bärentalerspitze (2.452 m) bis zum absoluten Dach unserer Tour, der Putzenhöhe (2.438 m) . Stolze Gipfelkreuze kreuzen im Laufe dieser Kammüberschreitung unseren Weg ñ ein echter Gipfel-Showdown!


Der Abstieg: Tropenhitze und eine Frosch-Attacke im Plattner Bach Nachdem wir uns auf den Gipfeln sattgesehen haben, machen wir uns an den Abstieg über die weiten Böden der Bärentaler Alm. Und hier schlug das Wetter gnadenlos zu, allerdings nicht mit Gewitter, sondern mit purer, erbarmungsloser Hitze! Spätestens beim seichten Abwärtsqueren auf dem Weg, der schliefllich unterhalb der Plattner Alm endet, wurde uns bewusst: Hier herrschen heute absolut tropische Temperaturen. Der Planet brannte vom wolkenlosen Himmel, die Luft stand und jeder Schritt war eine schweifltreibende Angelegenheit. Völlig überhitzt gab es unten nur noch ein Ziel: Den erlösenden Plattner Bach. Schuhe aus, Socks weg und ab ins kühle Nass zum Benetzen und Abkühlen. Herrlich! Dachten wir zumindest. Denn wir hatten die Rechnung ohne die einheimische Tierwelt gemacht. Mitten beim Abkühlen wurden wir eiskalt (oder eher heißblütig) von einem kampflustigen Frosch attackiert! Das kleine Kerlchen nahm wohl Anlauf und ist uns im hohen Bogen fast direkt ins Auge gesprungen. Wer hätte gedacht, dass Bach-Erfrischungen in Südtirol zum Actionsport werden? Aber gut, bei der brutalen Hitze rückt man eben zusammen ganz im Sinne von: Umso gleimer, desto feiner!


Fazit Eine absolut grandiose, abwechslungsreiche Rundtour für alle, die eine sportliche Herausforderung suchen und den Pfunderer Höhenweg mal im “Schnupper-Abo” erleben wollen. Die Kreuze am Grat sind jedes für sich ein Erlebnis, und der Plattner Bach bietet (trotz Frosch-Gefahr) die perfekte Belohnung am Ende eines langen Wandertages. Nach so vielen Kilometern und Höhenmetern schmeckt die anschlieflende Portion Kaspressknödel im Tal gleich dreimal so gut. Viel Spafl beim Nachwandern und passt auf die Frösche auf!
Die Tour im ‹berblick: Die harten Fakten Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Platten (oberhalb von Pfalzen) Strecke: ca. 16,9 km Höhenmeter: ca. 1.320 hm im Auf- und Abstieg Gehzeit: ca. 6 Stunden Schwierigkeit: Schwer (gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit am Grat erforderlich) Höchster Punkt: Bärentalerspitze (2.452 m).