Liebe Freunde des gepflegten Wandern,
dieses Mal stellen wir euch eine schöne Wanderung von Garner Wetterkreuz zur Lorinzscharte vor.
Eckdaten:
Dauer: 5 Stunden
Länge: ca 15,5 km
Höhenmeter: ca. 900
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Wanderung Lorenzischarte
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz des Garner Wetterkreuz. Wir starten und werden alsbald belohnt: im Vordergrunde die weiten Almflächen, dahinter die Dolomiten. Der Weg selbst wurde darum nicht leichter. Die steilsten Rampen sind mit eingelassenen Betonblöcken befestigt, was den Tritt sicherer macht und die Steigung erträglicher.
Nach zwei Kehren erreichten wir zu unserem Glücke einen Brunnen, der an heißen Tagen bitter nötig ist. Kurz darauf standen wir bei der Brugger Schupfe, 2.000 m, am Südhange des Königsangers – ein vielbesuchtes Ziel, das auch im Winter gut erreichbar und offen gehalten ist. Hier tat sich die Aussicht ein zweites Mal auf, und nun in ihrer ganzen Ausdehnung: von der Marmolada über Lang- und Plattkofel, über die Geislerspitzen bis zum Peitlerkofel. Ein Kaffee sollte uns die Kraft geben, das Ziel auch wirklich zu erreichen.
Über die Kühbergalm zum Rücken
An der Brugger Schupfe vorbei und weiter bergauf, kurz darauf rechts ab. Oberhalb der Kühbergalm halten wir uns in der Kurve geradeaus, über kaum erkennbares Wiesengelände – ein zäher Abschnitt; nach einem zweiten Brunnen und einem Steinstreifen aber wird der Boden fest und die Sache flüssig.
Bei 2.060 m ist der letzte Einschnitt überschritten, kurz darauf mit 2.150 m die Höhe des Rückens erreicht. Damit sind rund 705 der insgesamt 796 Höhenmeter dieses Tages abgetan; der Anstieg im eigentlichen Sinne ist beendet.
Die Querung des Kammes
Was folgt, ist kein Steigen mehr, sondern ein Gehen. Auf annähernd zwei Kilometern zieht der Weg gegen Westnordwest über den Rücken hin, fast eben, die Höhe zwischen 2.150 m und 2.114 m um ein Geringes fallend. Es ist dies die freieste Strecke der ganzen Wanderung: eine breite, sanft gewölbte Hochfläche ohne Baum und ohne Fels, nur Gras, Zwergstrauch und der ausgetretene Pfad, zur Linken der offene Abfall gegen das Sarntal.
Der Schlußanstieg
Am westlichsten Punkte, bei 2.122 m, kehrt der Weg seine Richtung um. An der Verzweigung halten wir uns rechts und steigen gegen Ostnordost hinauf – in kurzem, entschiedenem Anstiege werden noch 75 m gewonnen; der Hang ist steiler als alles Vorhergehende, aber von geringer Ausdehnung. Bei 2.198 m ist die Scharte erreicht, nach 7,98 km vom Ausgangspunkte und zugleich der höchste Punkt der Begehung.
Die Scharte ist, was ihr Name sagt: ein Einschnitt im Kamme, beiderseits von höheren Erhebungen begrenzt. Nach Norden bricht das Gelände zum Schalderer Tale ab; nach Süden liegt der ganze zurückgelegte Rücken übersichtlich zu Füßen.
Rückweg
Der Rückweg ist dem Anstiege Schritt für Schritt gleich.