Sonnenaufgangstour zum Dürrenstein mit sonnigem Drei Zinnen Blick – Spezial

Liebe Leser und Follower,

dieses Mal stellen wir euch eine besondere Tour vor: Wir machen eine Sonnenaufgangstour zum Dürreinstein, wo wir die Sonne zwischen den Zinnen der Drei Zinnen scheinend aufgehen sehen. Dies ist nur an 3 Tagen im Jahr bei guten Wetter möglich.

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 4 Stunden
Länge: ca 9,5 km
Höhenmeter: 800

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Wanderung Dürrenstein

was machen vier Influencer nach erfolgtem Weihnachtsschmaus, um wieder in Form zu kommen und ihr wasserstoffgelbleichtes Zahnpasta-Lächeln perfekt in Szene zu setzen? Wie ihr wahrscheinlich richtig erraten habt, stellen wir zunächst den Wecker auf 4.30 morgens ein, packen unsere Siebensachen und hauen uns aufs Ohr, und schon ist es soweit und wir holen um diese – für den Autor – unchristlichen Zeit unseren Triathlon-Influencer ab. Dieser scheint von der Uhrzeit kaum beeindruckt zu sein, beginnt er ja üblicherweise um 05:00 mit dem Schwimmtraining! Naja, wer nach Hawaii zum Ironman will, muss halt ein harter Hund sein!

Und schon reisen wir Richtung Pragsertal, um kurz vor dem Ortteil Brüggele unseren Sport-Mode-Influencer einzupacken! Zum Glück hat er nur die Light-Variante seines Mount-Everest Trips dabei, sodass er am Parkplatz Plätzwiese in einer – für ihn – Rekordzeit von unter einer halben Stunde seine Schuhe angezogen hat.

Glücklicherweise geht er bergauf schneller, als er sich anzieht! So folgen wir ohne besondere Ausrüstung (es lebe der Klimawandel) den Sommerwanderweg (Nr. 40) Richtung Dürrensteinalm, halten uns bei der Abzweigung links und folgen dem Wegweiser (2h20min). Innerlich hoffte der Autor dieser Zeilen, dass diese Zeitangabe etwas übertrieben ist, denn dann würden wir den Sonnenaufgang um etwa 25 Minuten verpassen. Dies gilt natürlich nicht für unseren Ironman bzw. den  Sport-Mode-Influencer, denn ersterer sprintet Richtung Gipfel muss sich hin und wieder zum Abbremsen am Gipfelkreuz festhalten und zweiter hat für den Fall der Fälle sein Jet-Pack dabei, um im Notfall zum Ziel zu schweben.

Nach etwa ein Drittel der Tour erreichen wir die Waldgrenze und stapfen Richtung Gipfel. Hin und wieder wird die moderate Wanderung etwas steiler, doch die gut gestampfte Serpentinenroute macht das Weiterkommen sehr gut möglich. In der Dämmerung erspähen wir die markanten Gipfel vom Neuner, Zehner, Senneser Karspitze, Seekofel und natürlich den Drei Zinnen. Etwas später erkennen wir auch die Silhouetten der Hohen Gaisl und des Haunolds. Nach ca. weiteren 400 Höhenmeter erreichen wir den markanten Kamm und erkennen in naher Ferne den sanften schneebehangenen Gipfel des Dürrensteins. Noch einmal lassen wir die Waden erklingen, gelangen auf den Vorgipfel, balancieren auf dem kurzen schmalen Grat (hier besser nicht abrutschen) und schon sind wir – zum Glück noch rechtzeitig- vor dem Gipfelkreuz. Noch rasch umziehen und zusammen mit den anderen ca. 100 Schaulustigen auf den Sonnenaufgang warten und: siehe da, wie versprochen, blinzelt uns um genau um 7.53 die Sonne zwischen den Zinnen entgegen, um dann zu einem imposanten Feuerball zu werden! Was für ein unvergesslicher Anblick! Schon waren all unsere Mühen vergessen. Der Abstieg erfolgte analog dem Abstieg mit dem kleinen Unterschied, dass wir es uns noch auf der Terrasse des Berggasthofes Plätzwiese  gemütlich machten, um weiterhin vom Feuerball zu träumen.

Bald schon fühlten wir echtes Mitleid mit den übrigen Influencern, die sich leider mit dem Pragser Wildsee begnügen müssen, wenn es hier oben viele Tausend Klicks mehr zu ergattern gibt. Aber die findigen Touristiker sind sicher schon dabei, diese Gegend besser zu erschließen, um mehr Gäste anzulocken! Da gibt es schon die Idee der Seilbahn oder des Scheinwerfer-Spiegel Systems (leider geht die Sonne nur an drei Tagen im Jahr richtig auf für gescheite drei Zinnen- Sonnenaufgang-Selfies), die Aufbetonierung der drei Zinnen um 1 Meter, um endlich ein 3000ender zu sein,  bzw. des Heli-Influencings.  Im Notfall müssen die werten Influencing-Kollegen aber in den sauren Apfel beißen und den Berg per pedes erklimmen (Vorsicht: extreme Schwitzgefahr!!!!)

Bis dahin werden wir die Tour noch klassisch genießen und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen! Herzlichen Dank für das Organisieren der Wanderung.

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