19. August 2018

Ofenpass – Poschiavo: Flowtrail in Altarezia

Hallo liebe Mtbrundwanderfreunde!

Um der Rekordhitze und Schwüle in den Städten zu entfliehen ist diese Tour genau richtig. Die Meereshöhe von 2000 Meter wird kaum verlassen. Deutlich tiefer bis auf Poschiavo (1014 M.ü.M) kommen wir erst bei der letzten Trailabfahrt. Ausgangspunkt der Tour ist die Passhöhe des Ofenpasses. In 2 Tagen erreichen wir schließlich Poschiavo.

Die Tour ist wie folgt unterteilt:

Tag 1: Ofenpass – Lago di Cancano
Tag 2: Lago di Cancano – Poschiavo

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 2 Tage
Länge: ca 100 km
Höhenmeter: ca. 3000

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Mtb Altarezia: Flowtrails in Altarezia Tag1: Ofenpass – Lago di Cancano

Ausgangspunkt der Tour ist die Passhöhe des Ofenpasses auf 2150 Meter Seehöhe. Da wir am Tag zuvor angereist und Zernez übernachtet haben, erreichen den Start der Tour mit dem Bus. Sollte man eine größere Gruppe sein, empfiehlt es sich ein Platz für sein liebstes Gefährt zu reservieren. Der Ofenpass ist ebenfalls per Bus inklusive Radtransport von Mals (Südtirol) zu erreichen.

Aller Anfang ist schwer, trifft auf unseren Start nicht zu. Wir beginnen unsere Tour mit einem schönen Flowtrail. Wenige Meter vom Pass entfernt biegen wir links in ein Wanderweg ein. Doch das Vergnügen wärt nur kurz, denn gleich nach dem Trail (80 Höhenmeter) beginnt schon der Aufstieg an der Alp Buffalora vorbei und der italienischer Grenze entgegen. Wer hier absteigen muss dem sei verziehen. Das gleiche gilt für jenen, die hier schon Fluchtversuche anstellen.

Nach 300 Höhenmeter hat die Mühe sein Ende und wir bereiten uns für den nächsten Flowtrail vor. An der Alpe de Gallo vorbei cruisen wir Richtung Val der Gallo. Der Blick in den Stausee von Livigno während der Abfahrt, hat schon fast epische Anmutung. Talentierte Photographen unter uns nutzen die Gelegenheit, um Photo die einem Montainbikemagazine würdig wären, zu machen.

Die nächsten 10 Kilometer bis zum Lago di San Giacomo verlaufen relativ schonend. Am See bewegen wir uns in die Valle di Pettini hinein. Diese mündet ihrerseits in die Val Trela. An der malga di Trela lohnt es sich eine Pause zu machen. Natürlich kosten wir von der hier zubereiteten Polenta.

Ab der Alm müssen wir noch eine kleine Schiebepassage bewältigen, bevor wir in den nächsten Trail stürzen. Dieser führt uns direkt zum Lago di Livigno, einem Stausee auf 1800 Meter Höhe. Teutonen, die arktische Temperaturen gewohnt sind, scheuen hier nicht im 16 Grad kalten Wasser ein Bad zu nehmen. Für Personen mit mediterraner Abstammung ein No-Go.

Nachdem sich die Teutonen im Wasser abgekühlt haben, nehmen wir die letzte Steigung des Tages im Angriff. Über die Val Alpisella fahren wir zurück zum Lago di San Giacomo, natürlich wird die folgende Abfahrt am flowigen Wanderweg bewältigt. Bis zur Villa Valania, unserer Unterkunft, sind es nur noch 10 Kilometer entlang der beiden Seen San Giacomo und Cancano. Wer in der Villa Valania nächtigen möchte, empfehlen wir direkt dort anzurufen. Das Buchen über Booking.com ist wesentlich teurer.

Mtb Altarezia: Flowtrails in Altarezia Tag2: Lago di Cancano – Poschiavo

Am nächsten Morgen sind wir pünktlich am 8 Uhr losgefahren. Nachdem wir an den torri di Frale (die Reste eine alten Befestigungsanlage) vorbeigefahren sind, fahren wir auf der Straße gen Valdidentro. Nach der 4. Kehre biegen wir in eine Forststraße ein. Auf dieser, die wir auch Panormastraße oder Höhenstraße nennen könnten, bleiben wir auch für die nächsten 10 Kilometer. Unter anderem offenbart sie uns den Blick auf den Gletscher „Cima de Piazzi“.

Ab Arnoga fängt die erste Steigung des Tages an. Diese führt uns in das schöne Val Viola. Das Tal endet am Passo Confine, das auch zugleich die Grenze zur Schweiz darstellt. Dass wir uns wieder in der Schweiz befinden, merken wir auch an die kleinen metallenen Brücken, die uns immer über die kleinen Rinnsalen führen.

Der erste Trail dieses zweiten Reisetages mündet im Rifugio Saoseo. Dieser ist ein wenig verblockter, wie jene vom Vortag, aber trotzdem gut zu meistern. Es folgt eine Forst- dann Asphaltstraße, die in die Bernina Passstraße mündet. Hier trennt sich unsere Gruppe kurzzeitig. 3 Helden entscheiden sich die Herkulesaufgabe auf sich zu nehmen und den 700 Höhenmeter in brütender Hitze bis Berninapass unerschrocken entgegenzutreten. Die restlichen 3 Mitglieder verstecken sich im trojanischen Pferd (Schweizer Postbus) und lassen sich emporkutschieren.

Nach einer kurzen Rast am Pass, wo wir neben das Panorama des Gletscher und des Lago Bianco auch die ebenso atemberaubenden schweizer Preise genießen durften, fahren wir bis oberhalb der Alp Grün. Hier beginnt der letzte aber längste Trail des Tages.

Der obere Teil des Trails ist gut zu fahren. Hier sollte man aber auf die Steinplatten achten, die quer in den Weg gelegt wurden. Wir schafften das seltene Kunstück eines „3-fach Synkronplatten“. Beim Lagoh da Palü befindet sich der schwerste Tail des Trails mit S3-Passagen. Dieses währt aber nur kurz und es flogt der gewohnt Flow bis nach Poschiavo.

Nach Zernez zurück erwartet uns das letzte „Schmankerl“ und zwar die Zugfahrt mit der Räthischen Bahn.

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