Bergtour Habicht

Liebe Leser,

heute möchten wir eine schöne Herbst-Hochtour in den Alpen beschreiben. Vom Parkplatz bei der Materialseilbahn der Innsbrucker Hütte besteigen wir den Habicht.

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 7 Stunden
Länge: ca 12 km
Höhenmeter: 2000

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Bergtour zum Habicht in den Stubaier Alpen

Wir starteten früh am Morgen, denn es wartete auf uns eine wunderschöne, aber auch etwas anstrengende und herausfordernde Wanderung: unser Ziel war der Habicht, und zwar vom Gschnitztal aus. Wir ließen das Auto an der Materialseilbahn zurück und erklommen in vielen Serpentinen die satten Bergwiesen und schraubten uns auf diese Arte und Wiese peu à peu nach oben.

Allmählich wurde die Umgebung rauer und felsiger, und nach ca. 1.5h passierten wir das Pinnisjoch und vor uns lag die Innsbrucker Hütte, in welcher wir unseren wohlverdienten Guten-Morgen-Kaffee genießen konnten. Doch aufgrund der Länge der Tour machten wir uns alsbald wieder auf. Beschwingt von der Pause und der atemberaubenden Aussicht und unserem Ziel vor Augen folgten wir dem gut markierten Weg, welcher zu Beginn sanft über Graslandschaft und vom Gletscher abgeschliffenen Felsen führte. Doch unvermeidlich wartete die erste steile Passage auf uns, die aber aufgrund der Stahlseilversicherung sehr gut zu meistern ist.

Ab hier begann die typische Block- und Felskletterei, welche klarerweise gut konzentriert und ohne Hast zu absolvieren ist. Jede ausgesetzte Stelle ist ausreichend versichert und vom geübten Wanderer gut zu absolvieren. Schließlich gelangten wir zur Schlüsselstelle der Tour, nämlich dem (ehemaligen?) Habichtgletscher, welcher relativ steil quer zum Wanderweg verläuft. Diese Stelle wurde schon manchem zum Verhängnis, weil er ausrutschte, quer nach unten rodelte und dann unweigerlich über den Abhang in den Tod stürzte. Nachdem der Gletscher eigentlich inzwischen so gut wie verschwunden ist, scheint auch diese Gefahr gebannt zu sein. Vorsichtshalber sollte man diese Tour aber im Herbst nach der vollständigen Schneeschmelze durchführten, bei der Innsbrucker Hütte nachfragen und natürlich über eine entsprechende Ausrüstung verfügen. Wir überquerten schließlich das Schneefeld und so gelangten wir schließlich nach einer weiterer Blockkletterei zum Gipfel und konnten die erhabene Aussicht genießen. Für den Abstieg benutzten wir den gleichen Weg.

Fazit: eine wunderschöne, spannende Wanderung mit sensationeller Aussicht! Die eintägige Tour empfiehlt sich eher für konditionell starke Wanderer, ansonsten wird dringendst empfohlen, in der sehr empfehlenswerten Innsbrucker Hütte zu übernachten, um noch genug Kraft für den sicheren Abstieg zu haben. Von der Gefährlichkeit der Tour zeugen die Plaketten der abgestürzten Bergführer und Mitglieder von Polizei-Spezialeinheiten, die einem Blitzschlag zum Opfer wurden. Also ist – wie immer- ein Blick auf den Wetterbericht ratsam.

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