Palazzo del Maggiore und Agrifoglio

Ahoi liebe Molini Fans,

Wer behauptet, man bräuchte in Molini di Triora zwingend einen Shuttle-Bus, wird durch unsere GPS-Daten eines Besseren belehrt. Statt uns gemütlich den Berg hochfahren zu lassen, haben wir die beiden Trail-Highlights zu einer gewaltigen, komplett aus eigener Kraft erstrampelten Monster-Runde kombiniert. Das Höhenprofil zeigt eindrucksvoll den Rhythmus dieses genialen Biketages: Zwei lange, gleichmäßige Uphills, gefolgt von zwei absolut epischen, harten Abfahrten zurück ins Tal. Insgesamt standen am Ende 34,02 Kilometer, 1.442 Höhenmeter im Aufstieg sowie 1.425 Tiefenmeter auf der Uhr – bei einer Gesamtzeit von 6:30 Stunden.

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 6,5 Stunden
Länge: ca 34,3 km
Höhenmeter: ca. 1400

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Palazzo del Maggiore und Agrifoglio

Die erste Schleife des Tages führte uns beim Aufstieg von Molini aus in Richtung Colle Melosa. Nach rund 12 Kilometern verlässt man die Auffahrt nach links auf eine Forststraße, um kurz darauf den Traileinstieg des Palazzo del Maggiore zu erreichen.

Der Trail macht von Beginn an richtig Laune: Der obere Teil startet in einer eher offenen Landschaft mit karger Vegetation und bietet weite Blicke, bevor er schnell an Fahrt aufnimmt. Wer hier rollt, bewegt sich auf historischen Pfaden, auf denen schon vor Jahrhunderten Römer und Langobarden unterwegs waren. Der Singletrail zieht sich zügig, aber mit genau der richtigen Portion technischer Abschnitte talwärts und fordert eine aufmerksame Linienwahl, ohne jedoch unfair zu werden.

In einer knackigen, rund zehnminütigen Abfahrt vernichtet der Weg effizient Höhenmeter und spuckt einen schließlich auf der Verbindungsstraße wieder aus. Für uns war dieser Trail das absolut perfekte Warm-up für die Arme und das Fahrwerk, um sich an die Charakteristik des ligurischen Bodens zu gewöhnen.

Unten angekommen spuckte uns das Gelände wieder aus – doch statt Feierabend ging es direkt in den zweiten, harten Anstieg des Tages hinauf zum Colle Langan. Für diese zweite Auffahrt sollte man unbedingt eine wichtige Lektion im Hinterkopf behalten: Die Sonne brennt hier erbarmungslos. Auf dem gesamten Weg nach oben gibt es quasi keinen einzigen Baum und somit absolut keinen Schatten. Zudem sucht man unterwegs vergeblich nach Wasserquellen. Wer hier ohne ausreichenden Vorrat einsteigt, bekommt schnell Probleme – ein einziger Liter Wasser reicht für diesen schweißtreibenden Uphill kaum aus, weshalb man die Flaschen und Trinkblasen im Tal randvoll machen sollte. Nachdem auch dieser zweite, heiße Anstieg bezwungen war, standen wir schließlich am Start des legendären Agrifoglio.

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