3-Tagestour von Bozen nach Mezzocorona über die Brenta

Ahoi liebe Transalpfans,

nach dem Motto „Es muss nicht immer der Gardasee sein“ wagen wir von Bozen nach Mezzocorona. Auf diesem Wege fahren wir über dem das Ultental, Rabbijoch, Madonna di Campiglio, die Brentadolomiten und dann Mezzocorona.

Die Tour ist wie folgt unterteilt:

Tag 1: Bozen – St. Walburg (Ultental)
Tag 2: St. Walburg (Ultental) – Dimaro
Tag 3: Dimaro – Mezzocorona

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 3 Tage
Länge: ca 144 km
Höhenmeter: ca. 7000

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Tag 1: Bozen – St. Walburg (Ultental)

Ausgangspunkt dieser 3-Tagestour ist Bozen, genauer gesagt der Bahnhof von des geschichtsträchtigen Ort Sigmundskron. Vom Bahnhof ist es nicht weit zum Radweg der nach Überetsch führt. Weinberge und Apfelplantagen begleiten uns am Weg bis nach Kaltern, genauer gesagt bis zur Talstation der Mendelbahn.

Die Bahn führt uns direkt zum Mendelpass. Dem emsigen Radfahrer ist es natürlich erlaubt, auch die Mendelstraße mit vorbeifahrenden Motorräder, zu nehmen.

Oben am Pass angelangt, halten wir uns nur kurz auf. Die Passhöhe ist anscheinend ein Touristenmagnent. Nach einer kurzen Kaffeepause fahren wir weiter und biegen rechts in die Straße, die zum Penegal führt, ein. Wenig später zweigen wir aber auf einem Wanderweg (sentiero dei Siori) ab. Den Weg würden wir als teils flowig bezeichnen.

Kurz oberhalb von Ronzone kommen wir auf einer Teerstraße an. Von hier bis nach Fondo ist es nicht mehr weit. Ab Castelfondo geht es wieder bergauf. Vom Mendelpass bis hierher ging es noch vorwiegend abwärts.

Bis zur „trattoria amica“ fahren wir noch auf Teer. Hier machen wir eine kurze Pause um unser Kohlehydratespeicher aufzufrischen. Ab hier geht es auf einer Forststraße bis zum Hochmahdjoch. Das Hochmoor ist unser Meinung nach seheswürdig.

Hier zweigt der Weg Richtung Gampenalm ab. Dieser ist gut beschildert und wir können unser Ziel nicht verfehlen. Großteils der Strecke müssen wir schieben. Auf Grund des andauernden Regen der Vortage ist der Untergrund etwas schlammig.

Weiter geht es bis zur Spitzneralm teils fahrend teils schiebend. Am Weg Nr. 22 (S2 Trail) bewältigen wir die letzten Tiefenmeter bis zum Tal. Schließlich gelangen erschöpft aber glücklich nach St. Walburg, wo wir unser Nachtquartiert aufschlagen.

Tag 2: St. Walburg (Ultental) – Dimaro

Am nächsten Tag erwachen wir mit strahlend blauen Wetter und somit blicken wir positiv zum bevorstehenden Tag. Dieser wird uns über dem Rabbijoch führen. Zunächst fängt das Pedalieren gemütlich an. Entlang des Zoggler-Stausees fahren wir Richtung St. Nikolas wo wir dann auf der Landesstraße wechseln.

Am Dorfanfang von St. Getraud machten wir unsere erste kurze Pause. Der Weg zum Rabbijoch ist zweigeteilt. Der erste Teil gemütliche Steigung, an einem rauschenden Bach entlang, hin und wieder ein paar glücklich weidende Kühe am Wegesrand. Der zweite Teil, ab der Kirchberg Alm, extrem steil und nur per pedes zu bewältigen. Nach gut 1200 Höhenmeter von der St. Getraud aus sind beide Teile abgehackt. Das Rabbijoch liegt hinter uns und wir kehren in die Haselgruber Hütte ein.

Nachdem wir in der Hütte eine schöne Portion Kohlenhydrate in Form von Nudeln zu uns genommen haben, ist es zeit die Protektoren anzuziehen. Der Singletrail nach Rabbi liegt vor uns. Der erste Teil des Weg führt in einem weiten Bogen nach unten, am Anfang an sehr flowig, extra mit einem „Bike“ Hinweisschild gekennzeichnet. Der zweite Teil beginnt nachdem wir ein paar hundert Meter auf einer Forststraße gefahren sind. Dieser ist ein wenig steiler und führt über zum Teil wurzeligem Untergrund (S1- S2).

Ab Rabbi fahren wir nun auf der Landestraße nach Malè. Auf dieser geht es auch weiterhin flott, aber leicht bergauf bis nach Dimaro, wo wir unser Nachtlager aufschlagen (natürlich im Hotel).

Tag 3: Dimaro – Mezzocorona

Der Tag beginnt wie im Bilderbuch. Vom Hotel aus haben wir Blick zur Brenta und diese zeigt sich von ihrer besten Seite und mit wenigen Wolken bedeckt. Frohes Mutes radeln wir zunächst einmal flussaufwärts bis nach Mestriago um wenig später die Seilbahn bis zur Bergstation Mastellina zu nehmen.

Der erste Teilstück bis zum Campo Carlo Magno bei Madonna ist ein wenig beschwerlich. Der Wanderweg ist sehr verblockt und wir müssen das Rad schieben. Da trifft sich gut, dass wir uns hier im Naturpark befinden und das Radfahren ohnehin verboten ist.

Ab der malga Vago wechseln wir auf der Forststraße und fahren hier das restliche Stück gen Tal. Ein wenig weiter oberhalb der Feriansiedlung Campo Carlo Magnos steuern wir auf die Seilbahn zu, die uns bis auf 2442 m zum „Passo del Groste“ führt. Nun sind wir mitten im Brentagebirge und der Ausblick ist atemberaubend.

Nun schlängelt sich ein schmaler Pfad weiter, der nur vereinzelt fahrbar wäre. Da wir uns im Naturpark befinden, gilt hier die Regel, dass das Rad auf Pfaden zu schieben ist. Es geht ständig auf und ab über dicke Felsbrocken. Im Gegensatz zum Skigebiet ist es hier so einsam und ruhig. Doch hier macht das Rad schieben auch Spaß.

Bevor wir wieder gen Tal fahren können, steuern wir zum passo della Gaiarda zu. Wenig war über diesen Pass in einschlägige Foren zu lesen. Nur das der Weg rechts vom Pass besser sein soll als links. Natürlich gilt hier immer noch Fahrverbot an den wir uns halten. Wer flüssig durchfahren will, der wird es schwer haben.

An der malga spora angelangt, zeigt sich die Brenta von ihrer besten Seite. Eine einsame Alm im Grünen umringt von steil aufsteigenden Kalkstein: wie im Bilderbuch! Dieses Blick noch Kopf fahren wir weiter. Nach der malga spora beginnt ein sehr steiler Karrenweg der zum Teil sehr schottig in Tal führt. Erst nachdem wir vom Weg Nr. 302 auf die Forststraße kommen wir es flacher.

Ab Spormaggiore fahren wir schließlich auf der Landesstraße weiter und erreichen alsbald den Talkessel von wo aus, wir am Radweg entlang des Baches bis nach Mezzocorona fahren.

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