Zur Imsterberger Venetalm

Hallo liebe Mtb-Freunde!

Vom Bahnhof Imst-Pitztal fahren wir über Imsterberg zur Imsterberger Venetalm. Zurück geht es über Wenns.

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 3,5 Stunden
Länge: ca 31,5 km
Höhenmeter: ca. 1200

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Ein wunderschöner Tag lockte zu einer Radtour uns wir folgten dem Ruf der Sonne und sattelten unsere Bikes um die Venetalm zu besuchen. Noch wussten wir nicht welches Ungemach uns erwartete: Niemand konnte voraussehen, was an diesem Tage passieren sollte – außer vielleicht der Wetterfrosch, den wir aktiv ignorierten.

Ausgangspunkt ist der Bahnhof von Imst-Pitztal. Es ging es weiter bis zur Abzweigung „Imster Berg“ und alsbald sollten wir diesen schönen Erholungsort erreichen. Von hier startete die Steigung Richtung unseres Zieles. Laut Karte würden wir 6,3 km mit einer Höhendifferenz von 1300m zurücklegen.

Zu Beginn folgten wir der asphaltierten Straße und zu unserer Freude ist der Hang von der Sonne abgewandt und somit fuhren wir großteils im Schatten. Also ist dies eine ideale Tour für heiße Sommertage. Zu unserer noch größeren Freude erreichten wir bald darauf eine Straße mit einem Durchfahrt verboten Schild. Somit sollten wir endlich von den lästigen Autos geschützt sein. Doch auch diese Freude sollte sich bald als Trugschluss herausstellen. Es muss nämlich so gut wie jeder Autobesitzer im Tiroler Oberland eine Fahrgenehmigung besitzen. Sonst lässt sich der extrem starke Verkehr auf dieser Forststraße kaum erklären. Einige Autos besaßen nicht mal ein Kennzeichen. Wahrscheinlich wird so einer Blitz- Radaranlage am Berg vorgesorgt.

Jedenfalls endet an diesem Punkt der Asphalt und die Forststraße beginnt, um nach ca. 30 Fahrminuten wieder von einer asphaltieren Straße abgelöst zu werden. Hier gibt es viele Abzweigungen, die wahrscheinlich auch zur Venetalm führen. Wir blieben aber auf der markierten Straße, die sich in großen, sehr angenehm zu fahrenden Kehren nach oben wand. Nach weiteren ca. 600 wechselt die Umgebung von Wieser zu Wald und auch der Weg wird wieder – uns diesmal zum letzen Mal von dem Ziel – zum Forstweg. Dieser ist sehr gut gewalzt und deshalb auch sehr gut befahrbar. Doch schon bald wird die Neigung der Straße immer steiler und bleibt – bis auf wenigen Ausnahmen – bei anspruchsvollen 20 %. Die Muskeln schreien vor Freude und kurz vor dem letzten Brüllen erreichten wir schließlich die höchst Kuppe und konnten voller Freude unser Ziel sehen.

Wir setzten uns, bestellten sofort viel Flüssigkeit und – mangels Kaspressknödel – bestellten wir bei der äußerst sympathischen Kellnerin einen Kaiserschmarren. Über das Essen wollen wir keine großen Worte verlieren, aber man sollte – wenn man die Dritten hat – vor der Tour nochmals ordentlich Haftcreme auftragen.

Schon zu Beginn unseres Aufenthaltes sahen wir im Westen die rabenschwarzen Cumulonimbuswolken. Doch woher sollten wir nach ca. 150 Bergtouren wissen, dass das Wetter im Gebirge sehr schnell umschlagen kann und somit der Aufenthalt sehr gefährlich sein konnte? Es hat uns ja niemand gesagt!

Gemäß dem Motto einiger Berufsgruppen „Besser tot als gestresst“ ließen wir uns noch unser Essen schmecken und schwangen wir uns dann in aller Seelenruhe wieder auf den Sattel um Richtung Pitztal abzufahren.

Über die Geschehnisse in Arzl (5 km vordem rettenden Ziel) sind nur noch bruchstückhafte Erinnerungen geblieben: Sonnenschein, Wasserfall vor uns, Wasserfall über uns, rettendes Bushäuschen, Hagel, Blitz, Donner, noch mehr Hagel, noch mehr Blitz, noch mehr Donner, Blitz genau über uns, Erinnerung fehlt, Bahnhof Imst, 2h warten im Nirgendwo.

Fazit: Schöne Radtour für heiße Sommertage. Wer die Waden trainieren will, fährt die beschriebene Tour. Wer gemütlicher unterwegs ist, sollte sie in entgegengesetzter Orientierung angehen.

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