Die Bezwingung des Sambock – Ein Gastbericht

Am 17. Juli 2011 sollte es soweit sein. Endlich, nach fast 30jähriger Durst- oder eigentlich Hunger-? – strecke haben wir es geschafft: unsere erste Kaspressknödeltour!

Voller Vorfreude trafen wir (R.H. und C.R.) unsere altbekannten KPK-Routiniers und Organisatoren bei unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz auf Platten (1586 m). Da diese schon etliche Touren und Knödel in den Beinen hatten, bewältigten sie auch den Anstieg bis Platten von Pfalzen aus auf dem Wanderweg Nr. 19 ohne Probleme. Schon am Parkplatz merkten wir, dass wir den Sambock am heutigen Tag wohl nicht für uns alleine haben würden, denn jede Menge Leute waren am Parkplatz, bzw. schon unterwegs, um eine Bergmesse zu feiern.

Zusammen beschritten wir sodenn den Forstweg 66A, welcher zunächst gemütlich durch den Wald verläuft. Dabei wurden wir „wie im Flug“ von einem Italiener überholt, der offensichtlich genau wusste, wie er mit ausgebreiteten Armen die Handflächen im aufwindoptimalen Winkel anstellen konnte. Wie wir später herausfanden, gehörte er zu einer Gruppe ladinischer Frauen, die dasselbe Ziel hatten wie wir und unsere ständigen Wegbegleiter wurden. Sobald der Forstweg nicht mehr anstieg und eine Anhöhe erreichte, öffnet sich auch der Wald und eine moorige Fläche wurde rechterhand sichtbar. Ab hier zweigt man dem Wanderweg 66 folgend links ab über eine Wiese den feuchten Hang hinauf, vorbei an romantischen Hütten und verträumten Brunnen. Nach dem ersten waldfreien Stück passierten wir ein paar Bäume, um danach wieder eine sehr offene Fläche des Hanges zu besteigen. Dank des weichen Bodens ließ sich der von Zirben bestandene Rest des 250 Höhenmeter-Anstieges sehr angenehm zurückzulegen und zugleich eröffneten sich fantastische Ausblicke über den Brunecker Talkessel. Sobald wir das Hochplateau auf ca. 2200 m erreicht hatten, bekamen wir ihn endlich zu Gesicht, den Gipfel des Sambock. Hier bescherte uns ein Loch in den Wolken einen kurzen Augenblick Sonne eines ansonsten wolkenverhangenen Tages. Von nun an ging es geradewegs nach Norden, hin zum Spitz mit dem Kreuz, von dem uns nur noch wenige Höhenmeter trennten. Schließlich hatten wir es geschafft, und teilten uns die Quadratmeter des 2396 m hohen Gipfels mit ca. 80 frommen und frierenden Bergmessegängern. Zunehmens verschlechterte sich nun das Wetter, sodass wir das Panorama nur auf dem (hervorragend beschrifteten) Rundumbild bewundern konnten.

Also machten wir uns auf den Abstieg, denn wir alle wussten was nun kommen würde: die wohlverdiente Mahlzeit!

Abwärts folgten wir immerzu dem Weg Nr. 66, da uns dieser zum Gasthof Kofler am Kofl führen würde. Daher bogen wir diesmal nicht auf den Forstweg ab auf dem wir gekommen waren, sondern durchschritten die moorige Fläche auf dem Weg stiegen durch den etwas steilen Waldweg ab. Bis hierher waren unsere Ladiner uns als Weggefährten treu, doch ab nun begleiteten uns unerschrockene Kühe und noch unerschrockenere Mäusejungen auf unserem Weg bergab. Hungrig und gespannt auf ihr wisst schon was, betraten wir den Gasthof Kofler am Kofl. Vom Balkon genießt man ein wunderbares Panorama – da schmecken die Kaspressknödel noch mal so gut… Scherz beiseite – wir bleiben als überobjektive Tester natürlich vollkommen neutral, wenn es um unsere Bewertungen geht.

Den Rückweg zum Parkplatz traten wir über den Wanderweg Nr. 18 an, welcher uns auf einem schmalen Waldweg in leichtem Auf und Ab zurück nach Platten führt.

Benotung

Geschmack & Konsistenz: 9

Beilage: 7 (extra bestellter Krautsalat)

Service: 8

Preis: 7 (2 Kaspressknödel 5 Euro + 3 Euro Salat)

Gesamt: 31

Kaspressknödel beim Kofler am Kofel

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3.25/5 (1)

Benutzer Bewertung

Ein Gedanke zu „Die Bezwingung des Sambock – Ein Gastbericht

  1. Danke fürn tolln Bericht!

    obo wos erworet man schun von Ehrenknoedeler erschto Klasse 😉

    TONK!!!

    Wieviel höhenmeto seins afn Karlberg??

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