4-Tagestour von Mezzocorona nach Bozen über die Brentadolomiten

Ahoi liebe Transalpfans,

nach dem Motto „Es muss nicht immer der Gardasee sein“ wagen wir von Mezzocorona nach Bozen. Auf diesem Wege fahren wir über dem Molvenosee, Madonna di Campiglio, die Brentadolomiten und dem Gampenpass nach Bozen.

Die Tour ist wie folgt unterteilt:

Tag 1: Mezzocorona – Molvenosee
Tag 2: Molvenosee – Pinzolo
Tag 3: Pinzolo – St. Felix
Tag 4: St. Felix – Bozen

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 4 Tage
Länge: ca 183 km
Höhenmeter: ca. 7000

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Tag 1: Mezzocorona – Molvenosee

Wir starteten die Tour in Mezzocorna (Alt-Habsburgerisch manchmal noch als Kronmetz zu finden), das sehr gut mit dem Zuge erreichbat ist, und begannen ganz klassisch mit 30 Minuten Kaffee-und Kuchenpause.

Nun ging es Richtung West nach Mezzolombardo. In diesem wunscherschönen, verweistem Eck Trients dominieren Wein-und Apfelanbau. An den Feldern vorbei ging es nun etwas bergauf. Der Casus knacksus der gesamten Tour lag schon bald nach dem Start. Bei Rocchetta muss der Radler das Radwegschild ignorieren und mit viel Selbstbewusstsein durch den Tunnel fahren. Dies mag etwas gefährlich erscheinen, aber eine Randspur für Radfahrer ist vorhanden. Nun bogen wir auf die wenig befahrene Straße“strada statale die laghi di Molveno e Tenno“ ab und nach 4 moderaten Kehren bogen wir auf eine Seitenstraße ab, die in Richtung Brentagebirge führte.

Die Straße führe uns ins verschlafene Nest Spormaggiore (Kaiser Franz sagte noch Altspaur dazu). Hier kann man bei Bedarf nochmals den Vorrat an Wasser und Müslirieger auffüllen.

Kurz nach dem Ortsende durchqueren wir noch ein paar Äpfelplantagen, bevor wir die Grenze zum Naturpark Adamello Brenta erreichen, wo uns das Bild des hier heimischen Bären empfängt. Die Steigung der Forststraße ist zu beginnt angenehm, später warten die hier typischen Betonrampen mit über 20 Prozent Steigung auf uns. Nachdem wir Andalo erreicht haben, bleibt uns nur mehr eine kurze Abfahrt nach Molveno.

Tag 2: Molvenosee – Pinzolo

Nach einer erholsamen Nacht in Molveno dank Sonnentanken am Vortag, starten wir frohen Mutes in den zweiten Tag dieser Tour hinein. Zunächst nehmen wir die Landesstraße am Ostufer des Sees im Angriff. Am Ende des Sees fahren wir ein kleines Stück am Forstweg, bevor wir wieder auf die geteerte Landesstraße wechseln. Als wir einen Tunnel vor uns sehen, entscheiden wir uns links daneben auf der alten Straße zu fahren (ist gesperrt daher auf eigener Gefahr).

Im steten Auf und Ab erreichen wir die Ortschaft mit dem klingenden Namen Stenico. Hier machen wir eine kurze Kaffeepause. Wenige Kilometer später verlassen wir die Landesstraße um die „Val d’Algone“ zu betreten. Nun wird es eine wenig steiler, jedoch nie zu anstrengend. Sogar die Begegnung mit einem Fuchs können wir verzeichnen.

Ab dem Albergo Brenta, wo wir sehr gute Nudeln zu Mittag gegessen haben, wechselt der Untergrund von Teer auf Schotter. Gemütlich geht es weiter, bis wir am „Passo Bregn de l’Ors“ den höchsten Punkt des Tages bezwingen.

Es folgt nun eine kleine Abfahrt, die uns zu einem Wanderweg führt. Dieser führt uns (wir müssen leider meistens schieben) zur Mittelstation der Bergbahnen von Pinzolo. Hier beginnt ein spannender S2 mit S3-Stellen Trail. In Pinzolo machen wir für diesen Tag Schluss ein genießen einen schönen Feierabend.

Tag 3: Pinzolo – St. Felix

Tag 3 dieser Tour können wir getrost als Königsetappe bezeichnen. Hier bestreiten wir die meisten Höhenmeter, aber unserer Meinung nach können wir auch die schönste Landschaft genießen. Aber einmal der Reihe nach.

Die ersten 900 Höhenmeter von Pinzolo nach Madonna di Campiglio (deutsch veraltet Sankt Maria im Pein) verlaufen noch relativ unspektakulär: wenig steile Aphalt- und Forststraßen wechseln sich ab. Der ersten schönen Blick in die steilen Flanken der Brenta offenbaren sich vor uns.

Ein wenig oberhalb des Dorfes steuern wir auf die Seilbahn zu, die uns bis auf 2442 m zum „Passo del Groste“ führt. Nun sind wir mitten im Brentagebirge und der Ausblick ist atemberaubend.

Nun schlängelt sich ein schmaler Pfad weiter, der nur vereinzelt fahrbar wäre. Da wir uns im Naturpark befinden, gilt hier die Regel, dass das Rad auf Pfaden zu schieben ist. Es geht ständig auf und ab über dicke Felsbrocken. Im Gegensatz zum Skigebiet ist es hier so einsam und ruhig. Doch hier macht das Rad schieben auch Spaß. Wir begegnen sogar eine Wandergruppe die Unterwegs zum Gardasee ist.

Nach ca. 200 Höhenmetern können wir dann wieder flüssig weiter. Es folgt ein flowiger Abschnitt auf Almenwiesen: malerisch. Weiter unten wird es ein wenig holprig. Ab der Malga Pazzol wechselt der Untergrund wieder auf Forststraße. Wenig später sind wir dann auch schon am Lago Tovel angelangt, einem idyllischen See mitten im Brenta. Wir nutzen die Gelegenheit uns machen hier Mittagspause.

Die restliche Strecke bis nach St. Felix müssen wir auf Asphalt fahren. Zunächst folgt eine Abfahrt bis ins Nonstal nach Tueno. Weiter fahren wir bis nach Cles, wo wir einen schönen Blick zum Stausee haben. Auf der anderen Seite des Stausee beginnt die Auffahrt die uns nach St. Felix kurz vor dem Mendelpass führen wird. Die vielen Motorradfahrer können dem einen oder anderen Biker schon ein wenig nerven.

Tag 4: St. Felix – Bozen

Frohen Mutes machen wir uns am letzten Tag unserer Tour am Weg. Wir wissen nämlich, dass der Tag nicht mehr so anstrengend werden wird. Nachdem wir der Staatsstraße ein wenig gefolgt sind, nehmen wir eine Seitenstraße um das Dorf mit den wohl längsten Namen in Südtirol, nämlich „Unsere Liebe Frau im Walde“ zu erreichen.

Weiter geht es wieder über eine Seitenstraße zum Gampenpass, um sich den regen Verkehr zu entziehen. Um nach Tisens zu kommen, wählen wir natürlich nicht die Passstraße sondern folgen zunächst den Weg Nr 13. Der Karrenweg ist zu Beginn steil, später flacht er wenig ab.

In Tisens verweilen wir noch ein wenig um die schöne Kulturlandschaft zu genießen. Der Blick reicht sogar bis nach Meran. Am Moosweg gelangen wir dann schließlich zum Talboden um schließlich am Etschradweg bis nach Sigmundkron um dort in den Zug einzusteigen.

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