Die Besteigung der Kirchdachspitze

Unsere heutige Wandertour geht von Neder im Stubaital zur Kirchdachspitze. Zurück wandern wir über dem Jubiläumssteige

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 8 Stunden
Länge: ca 19 km
Höhenmeter: 1800

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Um der Hitze des Tales zu entkommen gibt es nur eine vernünftige Lösung: auf gehts in die Höhe!

Deshalb starten wir frühzeitig von Neder im Stubai Richtung Westen, um den anspruchsvollsten Berg des Serleskammes zu erklimmen. Bereits nach wenigen Minuten führt der Forstweg zu einem kleinen (Zauber)wald, und nach einem kurzen Scharmützel mit den einheimischen Kühen geht’s rasch auf einem schönen Pfad bergauf. Der Blick wandert nach jeder Serpentine in Richtung lichtdurchflutetem Tal und alsbald lernt man die sprichwörtliche Schattenseite des Tales zu schätzen. Lange Zeit werden wir von der neuen Elferhütte? an der entgegengesetzten Talseite begleitet, bis ein anderer Blickfang unsere Aufmerksamkeit erregt: Am Talschluss entdecken wir den wahrscheinlich imposantesten Berg der Stubaier Alpen, den Habicht, welcher stolz in die Höhe ragt und seine eindringliche Silhouette nach allen Seiten präsentiert. Wir wandern stets bergauf, während die sagenhafte Aussicht uns die Strapazen (fast) vergessen lässt. Zum Glück entdeckt man relativ rasch ein Gipfelkreuz. Zum noch größeren Glück bemerken wir erst sehr spät, dass das Kreuz der Hammerspitze gehört, und wir zu diesem Zeitpunkt erst ein Drittel des Aufstieges bewältigt hatten.

Doch viel Zeit verbleibt nicht, um den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Denn schon wartet eine mit Seilen gesicherte Kletterpartie, die unsere vollkommene Aufmerksamkeit erfordert. Nach dieser überstandenen Mutprobe vollzieht unser Weg eine Rechtskurve und wir wandern über eine liebliche Bergwiese, die in ein Geröllfeld übergeht, welches bis zum Grat reicht. Hier zeigt uns ein Schild den richtigen Weg und wir sprinten Richtung Westen. Endlich taucht nach knapp 3 Stunden Fußmarsch unser Ziel auf: die Krichdachspitze. Zu unserer Überraschung müssen zunächst etwa 100 Höhenmeter Abstieg bewältigt werden, bevor endlich der finale Gipfelsturm bevorsteht. Die letzen Meter sind geprägt von Blockkletterei, wobei der Wanderer stets von Seilen und Haken begleitet wird. Zum Schluss wartet sogar eine Aluminiumleiter, bei welcher jeder Hobbygärtner an den Frühling erinnert wird, wenn die Apfelbäume zu stutzen sind. Wie auch immer, die Aussicht am Gipfel ist unbeschreiblich und ich rate jedem Leser, die Bildgalerie duchzuklicken. Der Blick reicht im Süden von der Marmolada, über den Olperer im Osten, dem Tribulaun im Südwesten, dem stolzen Habicht im Westen bis zur Zugspitze im Norden.

Der Abstieg erfolgt über den Jubiläumssteig, welcher durchaus auch als „Route direttissima“ beschrieben werden kann. Es gibt nur einen schnelleren Weg ins Pinnstal: Base-jumping. Nach erfolgtem Abstieg bei einer unvergesslichen Aussicht kann ich zur Belohnung die Einkehr in die Pinnisalm wärmstens empfehlen. Neben den ausgezeichneten Kaspressknödel mit einem köstlichen Salat punktet die Alm mit der Herzlichkeit und Nettigkeit der Besitzer, die sich rührend um die Gäste kümmern und manchmal sogar eine Runde Kuchen auszugeben. Außerdem gibt es hier einen ausgezeichneten Cappuccino, der mehr an die italienische Kaffekunst erinnert als an die typische Österreichische Kaffe-Suppenkultur (oder lautet der Fachausdruck Suppen-Kaffeekultur?). i glab des isch ghupft wia gsprungen 😉

Diese Tour kann ich mit gutem Gewissen jedem Bergwanderer empfehlen, der keine Angst vor kleinen Hindernissen hat, sich gerne an Fixseilen fortbewegt und genug Kondition für eine insgesamt 8 Stunden dauernde Tour besitzt.




Benotung

Geschmack & Konsistenz: 9

Beilage: 9 (gemischter Salat)

Service: 10

Preis: 6 (1 Kaspressknödel 6,8 Euro)

Gesamt: 34

Kaspressknödel bei der Bettelwurfhütte

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4.75/5 (2)

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