MTB Veitsbergrunde Ackernalm

Unsere Radtour startet in Brixlegg, von wo wir todesmutig nach Kramsach radeln. Dieser Straße ist nicht gerade Radler-freundlich, aber nach einigen Minuten, vorbei an Autobahnausfahrten und aggressiven LKW-Fahrern gelangen wir zur Abzweigung nach Aschau. Die Straße wird zunehmend enger und schlängelt sich mit sanfter Steigung durch das Brandenberger Tal. So können wir unsere Beinmuskeln langsam auf die bevorstehenden Strapazen vorbereiten. Von Aschau führt eine steile Straße abwärts nach Pinegg, von wo zunächst eine asphaltierte Straße, dann aber ein gut planierter Weg zum Kaiserhaus führt. Hier startet die eigentliche Rundfahrt um den Veitsberg. Den Ellbachweg folgen wir in gemütlicher Steigung bis zu den Riedenberger Wiesen, wo wir nach links abbiegen und schließlich in angehemer Abfahrt einen ehemaligen Holzlagerplatz mit einer Abzweigung erreichen. Hier weist uns ein schwer leserliches Schild den rechten Weg, welcher links nach oben geht. Hier können wir endlich beweisen, dass wir unsere Wadenmuskeln nicht nur zur Zirde herumtragen, und es braucht schon einiges an Kraft, den 5 km sehr grobschottrigen Weg zurückzulegen. Nach einer kurzen Schiebestrecke durch einen reißendes Wildbächlein gelangen wir wieder eine asphaltierte Straße, die den höchsten Punkt unserer Tour darstellt. Noch eine kurze Abfahrt, und wir erreichen die Ackeralm, von wo uns eine grandiose Aussicht ins Kaisergebirge geboten wird. Erwartungsvoll bestellen wir – ihr werdet es kaum glauben – Kaspressknödel mit Sauerkraut und schon der erste Bissen entschädigt für alle Strapazen der Tour! Ich kann nur jedem empfehlen, sich einmal im Leben an diesen käsigen Himmelsbällchen zu ergötzen! Die Nähe zu Bayern lässt sich an der “Apfelschoale“, die vom äußerst netten Wirt angeboten wird. Aber es ist sowieso eine Sünde, wenn man sich das alt-ehrwürdige Gamsbier entgehen lässt, um die post-radiale Hypotonie auszugleichen. Nun folgt die rasante Abfahrt entlang des Marchbaches bis zum Trauersteg. Hier kommt noch einmal ein kurzer Anstieg, und bald ist das Kaiserhaus wieder in Sichtweite. Allerdings müssen die verlorenen Höhenmeter von Aschau nach Pinegg wieder gut gemacht werden. In diesem Fall ist es von großem Vorteil wenn kein Wikipedia-süchtiger Radler dabei ist, der UNBEGINT noch ein Foto von Brandenberg machen möchte, da es VIELLEICHT noch kein Bild gibt. Tief seufzend setzt man in diesem Fall die Tour fort und schippt nochmals ca. 300 Höhenmeter drauf. Abschließend erfolgt noch eine High-Speed Abfahrt nach Kramsach, wobei es einem dann ziemlich scheissegal ist, ob es davon schon was im Wikipedia ist. Zu Buche steht eine sehr schöne Mittelgebirgstour mit ca 75 km und 1700 hm und natürlich GENIALE Kaspressknödel zu einem wahnsinnigen Preis. Das macht Lust auf mehr! Vielleicht hat jemand mal Lust auf diese Tour mit einer Übernachtung auf der Alm?


Beurteilung:

Geschmack und Konstistenz: 9

Beiage: 8 (Sauerkraut mit Speck und Wacholderbeeren)

Service: 8

Preis: 8 (5,80€ für 2 Knödel)

Gesamt: Sensationelle 35 Punkte

Kaspressknoedel

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