Der große Bettelwurf : Auf dem Thron über der Nordkette (Normalweg)

Welchen der leidgeprüften Shopping-Begleiter im Innsbrucker DEZ ist der Bettelwurf noch nicht aufgefallen? Während die Angebetete das 100. Mal in den selben Laden rennt, schweift unweigerlich des Mannes Blick in die Ferne und erkennt im Osten der Nordkette 2 hell leuchtende Berge. Es handelt sich dabei um den kleinen und großen Bettelwurf. Wir kümmern uns natürlich um die Wünsche unserer Leser und haben uns sogleich aufgemacht, den größeren der beiden auffälligen Berge zu bewältigen.

Eckdaten der Tour sind:

Dauer: 7 Stunden
Länge: ca 15 km
Höhenmeter: 2000

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Unsere Tour beginnt im Haller Tal, welches von Hall in Tirol aus Richtung Norden führt. Wir parken am großen Parkplatz in Absam zu Beginn des Tals. Seit heuer ist es nicht mehr erlaubt zum Parkplatz am Fuße des Bettelwurfes zu fahren. Also ist es unbedingt notwendig, wenigstens noch eine halbe Stunde Fußmarsch in die Tourplanung einzuberechnen! Die asphaltierte Straße nimmt schnell an Steigung (Obacht Mountainbiker: bis zu 32%!) zu und signalisiert somit, wohin es in nächster Zeit geht, also eindeutig vertikal!

Ab dem Wasserwerk geht der Aufstieg als Serpentinenweg über eine Geröllhalde weiter und in der nächsten Stunde schlängelt man sich Richtung Bettelwurfhütte hoch. Zwei als Brücke umfunktionierte Bretter signalisieren den sprichwörtlichen Übergang von der Geröllhalde zum einem klassischen Bergpfad. Begleitet von Kiefern verläuft der Weg, unterbrochen von 2-3 leichten Kletterpassagen zum ersten Zwischenziel: der Bettelwurfhütte. Wer vor der Einkehr noch einen Gipfl stürmen will, soll sich ranhalten, denn bis ganz nach oben ist noch ein schönes Stück zu bewältigen.

Etwa 500 Meter vor der Hütte zweigt der Weg zum großen Bettelwurf ab. Die Vegetation wird zusehends dürftiger und bald wechseln sich schroffer Felsen und weiche Moospölster ab. Doch ab jetzt lohnen sich bereits die Mühen, denn die Aussicht ins Tiroler Unterland, ins Zillertal und schlussendlich ins Stubaital stärken Seele und Körper. Nun erfolgt eine teils abenteuerliche Blockkletterei, wobei die gefährlichen Abschnitte gut mit Seilen gesichert sind. Am Ziel angelangt wird man zunächst von einer Pyramide, dann endlich vom Gipfelkreuz begrüßt.

Nun gesellt sich zur atemberaubenden Aussicht noch der Blick ins Karwendelgebirge hinzu. Und wenn der Blick nach Innsbruck schweift, erkennt man vielleicht irgendwo ganz weit unten das Einkaufszentrum, aber nur ganz klein und ganz weit weg.

An dieser Stelle möchten wir noch einige Ratschläge geben: der Aufstieg kann sich bei schönem Wetter in einen regelrechten Backofen verwandeln, wenn man zu spät unterwegs ist. Außerdem ist beim Normalweg höchste Vorsicht geboten, weil die Griffe schon recht speckig sind und die hohe Steinschlaggefahr rät zur Nutzung eines Helms. Außerdem treibt gerade zur touristischen Hochsaison ein Kamikaze-Eichhörnchen sein Unwesen im Hallertal. Wir selbst konnten beobachten, wie es aus dem Schutze des Dickichts das Hinterrad eines ins Tal fahrenden Mountainbikes attakierte und den Pilot fast zum Stürzen brachte! Also nur mit Anti-Eichhörnchen-Ausrüstung oder mit viel Mut ins Haller Tal biken! Beim Abstieg, welcher nun zur Bettelwurfhütte führt, ist ein Aufenthalt sehr empfehlenswert, um die Tour nochmals auf der gemütlichen Terrasse nachverfolgen zu können. Empfehlenswert sind der Apfelstrudel und die Kaspressknödel für jeden, der nicht allzuviel Käse mag und auch nur einen sehr milden: sozusagen einen Knödel, der vom Käse geküsst wurde.




Benotung

Geschmack & Konsistenz: 7

Beilage: 8 (gemischter Salat)

Service: 8

Preis: 8 (2 Kaspressknödel 5,8 Euro)

Gesamt: 31

Kaspressknödel bei der Bettelwurfhütte

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